Fortbildungsveranstaltung „Psychosomatisch-gastroenterologischer Symptomenkomplex: (K)ein Thema der Pädiatrie?", Mi. 16.05.18, 18:30 Uhr, St. Marien-Hospital (Hospitalstr. 44, 52353 Düren)

19:30 Uhr Begrüßung
Dr. med. Ulrich Pohlmann
Chefarzt der Abteilung für Pädiatrie am St. Marien-Hospital Düren
19:40 Uhr Einführung in das Thema, Zahlen, Fakten
Patientenkollektive des Olgahospitals Stuttgart, Strategien der Intensivmedizin und Selbsthilfegruppen (KEKS)
Dr. med. Ulrich Pohlmann
Diskussion
20:25 Uhr Erfahrungsbericht aus dem EMAH-Zentrum Aachen

Prof. Dr. med. Eberhard G. Mühler
Chefarzt der Klinik für Kinderkardiologie an der Uniklinik RWTH Aachen
21.10 Uhr Abschlussdiskussion
21:15 Uhr Imbiss

Weitere Informationen und Anmeldung:
Sehr geehrte Damen und Herren,
heute lade ich Sie wieder herzlich zu einer berufsgruppenübergreifenden Fortbildung ein.
Der zur Diskussion stehende Themenkomplex strapaziert unsere Behandlungsstrukturen in der Praxis und im Krankenhaus. Maßvolles Handeln ist geboten – nachhaltige Therapieerfolge werden erwartet.
…. „Wir haben sicher nichts falsch gemacht.... bei uns gibt es nur Bio“….
…. „Nun muss endlich eine Darmspiegelung gemacht werden… Sie müssen jetzt etwas finden“….
So oder so ähnlich stehen sie immer häufiger vor uns, haben ihre Kinder von einem „Experten“ zum anderen geschleppt. Leidensdruck ist da, aber bei wem eigentlich?
Kinder streichen sekundären Krankheitsgewinn ein, wollen keinen Stress und nicht in der Schule. Eltern dagegen fordern sofort eine Lösung, gegebenenfalls mit drastischen „operativen“ Maßnahmen.
Die Ausgangslage ist kontrovers, doch wer sind die Kontrahenten? Wir Ärzte dürfen nicht in die Rolle eines „Gegenüber“ geraten. Es liegt auf der Hand, dass diverse Mitteln und Berufe zusammenwirken müssen, denn stets sind „Eltern in Not mit zu behandeln.
Wie kann man überbordenden Diagnostikwünschen „schlauer“ Mütter und Vätern begegnen? Darf man auf Wunsch ein MRT veranlassen, weil Familien die Überweisung sonst beim nächsten Arzt holen und alle Vorgespräche „umsonst“ sind. Kosten spart man mit der „Zweitmeinung“ (AOK-Slogan) sicher auch nicht.
Zur Vermeidung häufiger Arztwechsel und Doppelarbeit braucht es systematische Vorbereitung: Auswahl des fallverantwortlichen Therapeuten, Zusammentragen relevanter Vorbefunde, Planung einer multimodalen Komplexbehandlung und adäquate Nachbetreuung.
Anhand von Einweisungsdiagnosen in unser Kinderzentrum belegen wir die klinische Bedeutung des Psychosomatisch-gastroenterologischer Symptomenkomplex. Beispielhaft skizzieren wir die Sozialmedizinischen Komplexbehandlung, wie sie Kostenträger akzeptieren und den Struktur- und Personaleinsatz der Ambulanten Weiterbetreuung nach stationärer Komplexbehandlung. Lassen Sie uns gemeinsam die Lage betrachten und über Sinn oder Unsinn dieser Maßnahmen diskutieren.
Mit freundlichem Gruß,
Ihr Ulrich Pohlmann
Chefarzt der Kinderklinik

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