Pressemitteilung


23.12.2016


Reform der Pflegeausbildung ist richtig: Caritas, Caritas Trägergesellschaft West und Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, wollen Stärkung der Pflege

PRESSEMELDUNG
für das St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf
23. Dezember 2016

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Foto (© K. Erdem): Der parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (mitte) gemeinsam mit Vertretern der Caritas und deren Experten für Pflegeausbildung

(4.497 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Reform der Pflegeausbildung ist richtig:
Caritas, Caritas Trägergesellschaft West und Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, wollen Stärkung der Pflege
Pflegebildungszentrum am St. Marien-Hospital hat Weichen für die generalistisch ausgerichtete Ausbildung schon vor Jahren gestellt

Angesichts der Beratungen des Pflegeberufsgesetzes begrüßte Thomas Rachel MdB, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Möglichkeit, offene Fragen zu den Folgen der Reform der Pflegeberufe mit Trägern von Altenhilfe, Krankenhäusern und Bildungseinrichtungen zu diskutieren: mit Dipl.-Kfm. Bernd Koch, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West (ctw), Menka Berres-Förster, Leiterin des Pflegebildungszentrum (PBZ) am St. Marien-Hospital Düren, Suitbert Dolfus, Stellvertretender Leiter des PBZ, Marcus Mauel, Vorstand des Regionalen Caritasverbandes in Düren, Elke Held, Fachreferentin für Krankenhäuser, Caritasverband für das Bistum Aachen e. V., und Prof. Dr. Andreas Wittrahm, Bereichsleiter im Caritasverband für das Bistum Aachen e. V. Inge Prümm, Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro Düren von Thomas Rachel, nahm ebenfalls teil.

Das Pflegeberufsgesetz befindet sich aktuell im Gesetzgebungsverfahren. Ziel ist es, betonte Menka Berres-Förster, in einer generalistischen Pflegeausbildung die bisher voneinander getrennten Pflegeberufe - Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege - zu einem neuen, modernen Pflegeberuf weiter zu entwickeln.
Die neue gemeinsame Ausbildung endet mit den Berufsabschlüssen Pflegefachfrau und Pflegefachmann und dient der Einrichtung einer Grundprofession „Pflege“.
Das werde die Durchlässigkeit zwischen den Einsatzfeldern klären, bemerkte Thomas Rachel MdB. „Wir wollen eine Aufwertung des Pflegeberufes“.
In Zeiten des Fachkräftemangels wird der Beruf Pflegefachfrau/Pflegefachmann auch zukünftig allen Interessierten offen stehen. Das sei wichtig, da bei mehr pflegebedürftigen Menschen in Zukunft der Bedarf an Pflegekräften weiter steigen werde.
Bedenken aus dem Bereich der Kinderkrankenpflege teilen die Verantwortlichen von Caritas und ctw nicht: Zukünftig wählen die Absolventen einen Ausbildungsschwerpunkt und werden im Rahmen der Praxiseinsätze in der Kinderkrankenpflege mindestens 1700 praktische Ausbildungsstunden absolvieren. Das sichere die fundierte praktische Ausbildung für die Versorgung von Kindern- und Jugendlichen. In allen Fachbereichen der Pflege erlangen die Fachkräfte darüber hinaus weitere spezielle Kenntnisse im Rahmen der Berufstätigkeit im Sinne des lebenslangen Lernens.
Thomas Rachel zeigte sich zufrieden über den bildungspolitischen Austausch, würdigte den Einsatz der Gesprächspartner für die generalistische Ausbildung und sicherte zu, die wichtigen Argumente in die weiteren Beratungen des Gesetzgebungsverfahrens einzubringen.

Hintergrund:
Die Schule für Kranken- und Kinderkrankenpflege im Pflegebildungszentrum (PBZ) am St. Marien-Hospital Düren existiert seit 1966. Seit 1990 ist die staatlich anerkannte Altenpflegeschule hinzugekommen. Damit ist der Ausbildungsstandort nicht nur der größte seiner Art im Kreis Düren, sondern auch der Einzige, der drei Pflegeausbildungen unter einem Dach vereint und im Modellprojekt Studierende der Pflege mit ausbildet.
Die Weichen für die generalistisch ausgerichtete Ausbildung hat das PBZ bereits vor Jahren gestellt. Ein vor sechs Jahren begonnener Schulentwicklungsprozess hat das Kollegium und den Träger für die Reform vorbereitet - durch Hospitation, Fortbildung, gemeinsame Curriculumarbeit und Unterrichtsentwicklung. Schüler wurden für bestimmte Themen zusammengebracht. Es wurde viel investiert in eine gute Ausstattung, qualifizierte Lehrkräfte und Dozenten wie Ärzte, Anwälte, Psychologen, Sozialpädagogen. Auch die Gesundheitsförderung der Schüler ist schon länger ein wichtiges Thema.
Das PBZ arbeitet mit Heimen, ambulanten Diensten und drei Kliniken, auch mit der RWTH Aachen zusammen, sodass die Schüler viele Settings kennen. Diejenigen, die eher mit Kindern arbeiten möchten, können künftig sogar mehr Praxisstunden in der Pädiatrie verbringen als bisher. Die Lehrkräfte machen Unterricht aus der Perspektive verschiedenster Handlungsfelder der Pflege. „Bei uns lernen alle von allen, Heim vom Krankenhaus, Krankenhaus vom Heim, Kinderklinik vom Heim oder Tagesgruppen. Da entsteht ein weiter Blick für das Gesundheitssystem und die Pflege,“ so Menka Berres-Förster.

Weitere Informationen: Caritas Trägergesellschaft West Düren
Sämtliche Pressefotos dieser Meldung stehen dem Empfänger honorarfrei zur Veröffentlichung im Zusammenhang mit den von der ctw veröffentlichten Themen zur Verfügung.


Pressematerial downloaden: