Pressemitteilung


14.12.2017


Sehr gut besuchter Themenabend für onkologische Patienten und Interessierte im St. Marien-Hospital zum 10-jährigen Praxisjubiläum

PRESSEMELDUNG
für das Medizinische Versorgungszentrum am St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf
14. Dezember 2017

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Fotos (© Silke Freyaldenhoven) v.l.: Priv.-Doz. Dr. Sportwiss. Freerk Baumann (Leiter AG Onkologische Bewegungsmedizin Uniklinik Köln), Martina Eichstaedt (Ärztliche Leitung MVZ Praxis für Onkologie) und Prof. Dr. med. Jost Langhorst (Leitung Zentrum für Integrative Gastroenterologie Kliniken Essen-Mitte Knappschafts-Krankenhaus)

(3.766 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Sehr gut besuchter Themenabend für onkologische Patienten und Interessierte im St. Marien-Hospital zum 10-jährigen Praxisjubiläum
Praxis für Onkologie im Medizinischen Versorgungszentrum lädt zum Jubiläum zwei Referenten und Gäste ein – ergänzende Therapien – immer in Bewegung bleiben

Sehr gut besucht war der Themenabend für onkologische Patienten, zu dem die Praxis für Onkologie im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) am St. Marien-Hospital anlässlich des 10-jährigen Praxisjubiläums eingeladen hatte. Martina Eichstaedt, Ärztliche Leiterin MVZ Onkologie, Fachärztin für Innere Medizin, Fachärztin für Hämatologie und internistische Onkologie, begrüßte die gut 100 Gäste und erinnerte sich in einem kurzen Rückblick an die Anfänge der onkologischen Praxis. Sie dankte ihrem Team, das auch Ideen und Anregungen für den Themenabend gegeben hatte.
Priv.-Doz. Dr. Sportwiss. Freerk Baumann, Leiter AG Onkologische Bewegungsmedizin Uniklinik Köln, hielt anschließend einen Vortrag zum Thema „Bewegungstherapie und körperliche Aktivität in der Onkologie – neue wissenschaftliche Erkenntnisse“. Danach sprach Prof. Dr. med. Jost Langhorst, Leitung Zentrum für Integrative Gastroenterologie Kliniken Essen-Mitte Knappschafts-Krankenhaus, über „Integrative Onkologie, Nebenwirkungsmanagement, Komplementäre Verfahren“.
Dr. Baumann veranschaulichte, dass Bewegung in der Onkologie positive Einflüsse haben kann, zum Beispiel auf Nebenwirkungen der medizinischen Therapie. Dabei ist die Bewegungstherapie eine Ergänzung zur medizinischen Therapie. Ziel ist zum Beispiel unter anderem eine Dosisoptimierung etwas bei Chemotherapie zu erreichen. Baumann verwies auf einige Studien, die untersuchen, welche Art von Sport, Ausdauer- oder Krafttraining, besser wirkt. Deshalb ist eine Absprache mit dem Arzt zu empfehlen. Baumann betonte aber, dass es wichtig ist, dauerhaft in Bewegung zu bleiben. Nach Ende eines Kurses zum Beispiel müsse sich jeder weiterhin bewegen. 150 Minuten moderate körperliche Aktivität werden empfohlen. Dies führt auch zu positivem Erleben und ist etwa auch für die Psyche wichtig.
Prof. Dr. Langhorst erläuterte anschließend integrative Onkologie als Zusammenwirken von Schulmedizin, wissenschaftlich geprüfter Naturheilkunde und Ordnungstherapie, die etwa Lebensstil mit Ernährung, Bewegung und Stressmanagement beinhaltet. Ziele von ergänzenden Therapien sind Nebenwirkungen zu mindern, Lebensqualität zu verbessern und Prävention vor und nach Krebserkrankungen zu ermöglichen. Die integrative Onkologie befasst sich auch mit nicht untersuchten Therapien und versucht abzuwägen, wann ein Versuch unternommen werden kann. Wichtig ist es, seriös zu bleiben. Vorsicht ist geboten, wenn Angebote sehr teuer sind, alternativ zur konventionellen Therapie zum Einsatz kommen sollen, also nicht ergänzend, wenn ein Wundermittel angepriesen wird, das Heilung verspricht, wenn etwas viele Erkrankungen heilen soll, wenn etwas völlig nebenwirkungsfrei sein soll.
Sodann zeigte er auf, was bei Übelkeit/Erbrechen, Schleimhautentzündungen im Mund, Hitzewallungen, Durchfall, Verstopfung, Polyneuropathie und Fatigue helfen kann.
Bei Übelkeit und Erbrechen empfiehlt er häufige kleine Mahlzeiten, eher warme Speisen, Scharf- und Bitterstoffe, aber auch Akupunktur und Akupressur oder Aromatherapie. Bei Mundschleimhautentzündungen kann unter anderem Leinsamenschleim helfen, Heilerde, oder eine Salbeimundspülung. Bei Fatigue können Bewegungstherapie, Entspannung und Stressreduktion, Achtsamkeit zum Einsatz kommen.
Wichtig ist, nicht ohne ärztliche Absprache vorzugehen, denn Naturheilverfahren können auch Wechselwirkungen verursachen. Hier muss dann der Zeitpunkt einer Einnahme beachtet werden, zum Beispiel erst nach Abschluss einer konventionellen Therapie.

Weitere Informationen: Caritas Trägergesellschaft West Düren
Sämtliche Pressefotos dieser Meldung (sofern vorhanden) stehen dem Empfänger honorarfrei zur Veröffentlichung im Zusammenhang mit den von der ctw veröffentlichten Themen zur Verfügung.


Pressematerial downloaden: