Pressemitteilung


27.02.2018


Kinderschutzgruppe am St. Marien-Hospital Düren von der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin e.V. ausgezeichnet

PRESSEMELDUNG
für das St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf
27. Februar 2018

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Foto (© K. Erdem): Die Kinderschutzgruppe am St. Marien-Hospital Düren – v.l. Alexander Bey (Oberarzt Kinderklinik), Simon Gilles (Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger Station K3), Dr. Ronald Kayser (Psychologe und Diplomsportlehrer SPZ), Sabine Linden (Gesundheits-und Kinderkrankenpflegerin, Leitung Kinderambulanz), Eva Nießen (Oberärztin Gynäkologie und Geburtshilfe), Friederike Berti (Assistenzärztin Kinderklinik), Dr. Ulrike Tatsch (Assistenzärztin SPZ) und Volker Arpe (Leitender Oberarzt Kinderklinik)

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Kinderschutzgruppe am St. Marien-Hospital Düren von der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin e.V. ausgezeichnet
Interdisziplinäres Team setzt sich für das Wohl von Kindern ein – Kinder haben das Recht auf gewaltfreie Erziehung

Die Kinderschutzgruppe Düren (KSD) am St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf untersucht und behandelt Kinder und Jugendliche ambulant und stationär bei Verdacht auf Gefährdung ihres körperlichen oder seelischen Wohls. Der Schutz der Kinder vor allen Formen von körperlicher und seelischer Misshandlung, Vernachlässigung und Missbrauch ist hierbei oberstes Ziel.
Nun ist die Kinderschutzgruppe für ihre Fachlichkeit und Qualität von der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin e.V. (DGKiM) akkreditiert worden. In der Kinderschutzgruppe arbeiten Mitarbeiter/innen aus den Fachbereichen Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Sozialpädagogik, Psychologie, Chirurgie, Gynäkologie, Radiologie sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege als Team zusammen.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn wir keine Kinderschutzgruppe mehr bräuchten“, erklärt Dr. med. Volker Arpe, leitender Oberarzt der Kinderklinik im St. Marien-Hospital. „Leider sind wir aber noch nicht so weit. Wir verzeichnen im Kinderzentrum immer noch bis zu 120 Patienten im Jahr, bei denen der Verdacht besteht, misshandelt, missbraucht oder vernachlässigt worden zu sein“.
Kinderschutz ist ein sensibles Thema, das viel Fingerspitzengefühl von allen Beteiligten erfordert. Das Team ist besonders ausgebildet, tauscht sich untereinander aus, fragt nach und traut sich, auch Ungereimtheiten bei den Eltern anzusprechen. Manchmal sind es blaue Flecken oder ein Knochenbruch, die nicht eindeutig erklärbar sind. „Chirurgen oder Radiologen können sehen, ob ein Bruch wirklich durch den geschilderten Unfallhergang hervorgerufen sein kann“, so Dr. Arpe.
Bestätigt sich ein Verdacht, so leitet die Kinderschutzgruppe die entsprechenden Hilfen für die betroffenen Kinder und Familien ein. Sie arbeitet eng mit niedergelassenen Kinderärzten, den zuständigen Jugendämtern in Stadt und Kreis Düren, Schulen, Kindergärten und auch dem Institut für Rechtsmedizin der Universität zu Köln zusammen.
An die Kinderschutzgruppe können sich besorgte Eltern / Sorgeberechtigte, Jugendämter, anerkannte Opferschutzeinrichtungen, Strafverfolgungsbehörden sowie Ärzte und Krankenhäuser wenden.
Bei akuter Gefährdung kann jeder mit der Kinderschutzgruppe Düren Kontakt aufnehmen. Ansprechpartner für Lehrer/-innen, Erzieher/-innen und Verwandte sind ansonsten zunächst die Jugendämter ihrer Stadt oder Gemeinde.
Für erfolgreichen Kinderschutz ist die Sensibilisierung all derer, die mit Kindern arbeiten, wichtige Voraussetzung. Die Kinderschutzgruppe bietet daher interne und externe Fortbildungen für Fachkräfte an, die bei ihrer Arbeit mit der Problematik der Kindeswohlgefährdung konfrontiert werden könnten.
Der Kontakt zur Kinderschutzgruppe erfolgt über die Kinderambulanz im St. Marien-Hospital unter der Telefonnummer 02421 805-395.
Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. So steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch. „Die Zahl der Betroffenen steigt laut unserer Statistik aktuell nicht“, stellt Dr. Arpe fest, „aber sie muss sinken“.

Weitere Informationen: Caritas Trägergesellschaft West Düren
Sämtliche Pressefotos dieser Meldung (sofern vorhanden) stehen dem Empfänger honorarfrei zur Veröffentlichung im Zusammenhang mit den von der ctw veröffentlichten Themen zur Verfügung.


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