Termine

02.05.17, 18:30 Uhr, Infoabend über das ambulante Adipositas-Schulungsprogramm für übergewichtige Kinder und Jugendliche im St. Marien-Hospital


Über das ambulante Adipositas-Schulungsprogramm für übergewichtige Kinder und Jugendliche informiert das Pädiatrische Adipositas Zentrum (PAZ) – eine Spezialambulanz des Sozialpädiatrischen Zentrums am St. Marien-Hospital Düren – am Dienstag, 02. Mai 2017, um 18:30 Uhr.
Der Informationsabend richtet sich an interessierte Familien mit übergewichtigen Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 11 Jahren und von 12 bis 17 Jahren. Er findet Pflegebildungszentrum des St. Marien-Hospitals statt. Das ernährungs- und bewegungsorientierte Therapieprogramm wird vorgestellt und die Besucher lernen das interdisziplinäre Team kennen. Der Eintritt ist frei. Aus organisatorischen Gründen bittet das PAZ um Anmeldung unter der Telefonnummer 02421 805-270.
Auch in diesem Jahr werden die Adipositasschulungen für die 8- bis 11-jährigen Kinder sowie die 12- bis 17-jährigen Jugendlichen angeboten. Sie starten jeweils für ein Jahr nach den Sommerferien.

Starkes Übergewicht (Adipositas) im Kindes- und Jugendalter schadet massiv den Gelenken und ist oft Anlass für Hänseleien. Es wächst sich auch häufig nicht aus. Das PAZ-Team aus Ernährungsberatern, Sportlehrerinnen, Psychologe und Fachärzten möchte Familien dabei unterstützen, sich für die Gesundheit des eigenen Kindes einzusetzen und dessen Gewicht wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das Team kümmert sich um die ganze Familie von der Diagnose bis zur Nachbetreuung. Als zertifiziertes Zentrum stehen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Familien mit Kindern von klein bis groß zur Seite: Sie suchen nach medizinischen Ursachen, beraten einzeln und bieten ein strukturiertes Schulungsprogramm entsprechend den geltenden Leitlinien für Adipositasschulungen an.
Das Programm beinhaltet zwei Bewegungseinheiten pro Woche, außerdem lernen die Kinder an Kinder-Kochnachmittagen (einmal im Monat) in Theorie und Praxis eine gesunde Ernährungsweise, während die Eltern dies in Elternkochabenden und Familiengesprächen vertiefen.
Die Familien, die bisher teilgenommenen haben, äußern sich sehr zufrieden mit Verlauf und Ergebnis des Programms (weniger als 10 % Abbrüche, dies meistens aufgrund von persönlichen Veränderungen veranlasst werden).
Schwerpunkt des Programms ist, wieder Freude und Spaß an der Bewegung zu finden, Alltagsaktivitäten zu steigern, sich bewusst und gesund zu ernähren, gemeinsam als Familie Veränderungen zu erleben und medizinische Werte zu verbessern. Zum Abschluss kann über den Body-Mass-Index (BMI; zur Bewertung des Körpergewichts) in den meisten Fällen bei den Kindern und Jugendlichen festgestellt werden, dass sich ihre Körperstruktur verändert und Fettmasse abgebaut hat. Zum Teil kann die Gewichtsentwicklung sogar in das Normalgewicht hinein gehen. Dadurch baut sich auch das Selbstbewusstsein der Teilnehmer auf. Es gibt zudem ein Nachsorgeprogramm, in dem die Kinder durch „Sport spielen“ das Vertrauen in ihren Körpern verbessern und ihre körperlichen Grenzen erweitern.