Pressemitteilung


03.05.2011


Caritas Trägergesellschaft West und Weißer Ring e.V. kooperieren im Kreis Düren

PRESSEMELDUNG
für die Caritas Trägergesellschaft West
3. Mai 2011

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit/K. Erdem
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Foto (© K. Erdem) v.l.n.r.: Assessor jur. Gbor Szük (Geschäftsführer der ctw), Peter W. Schmitz (Mitarbeiter Weisser Ring e.V. für Linnich und Jülich), Eva-Maria Eschbach (Außenstellenleiterin Weisser Ring e.V. Düren-Jülich) und Brigitte Filla (Mitarbeiterin Weisser Ring e.V. für Düren-Birkesdorf)

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Caritas Trägergesellschaft West und Weißer Ring e.V. kooperieren im Kreis Düren
Opfer von Gewalt schon im Krankenhaus erreichen, beraten und begleiten

Assessor jur. Gbor Szük, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West (ctw), und Eva-Maria Eschbach, Außenstellenleiterin Düren-Jülich des Weißen Rings, haben eine Kooperation zwischen der ctw als Trägerin von vier Krankenhäusern im Kreis Düren (St. Augustinus Krankenhaus Düren-Lendersdorf, St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf, St. Josef-Krankenhaus Linnich, St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich) und dem Weißen Ring vereinbart. Konkret bedeutet die Zusammenarbeit, dass die ctw dem Weißen Ring die Möglichkeit gibt, sich in den Krankenhäusern zu positionieren, so dass Menschen, die Gewalt erfahren haben, frühzeitig eine Anlaufstelle finden. Drei ehrenamtliche Mitarbeiter des Weißen Rings sind bei Bedarf in den Krankenhäusern im Einsatz: Brigitte Filla im St. Marien-Hospital, Peter W. Schmitz im St. Josef-Krankenhaus und im St. Elisabeth-Krankenhaus sowie Gerald Fack im St. Augustinus Krankenhaus. „Wir müssen davon ausgehen, dass Opfer von Gewalt so schwer verletzt sind, dass sie in die Notaufnahmen der Krankenhäusern kommen ”, so Szük. Deshalb werden Plakate des Weißen Rings ausgehängt und Broschüren und Zeitschriften ausgelegt. So können die Opfer sich informieren und finden direkt einen Ansprechpartner.
„Wir informieren unsere Notfallambulanzen, die Stationsleiter und -leiterinnen sowie die Sozialdienste in unseren Krankenhäusern, so dass alle Mitarbeiter in den Krankenhäusern der ctw über die Zusammenarbeit informiert sind”, erklärt Szük das weitere Vorgehen.
Die Mitarbeiter des Weißen Rings sind ehrenamtlich tätig und wurden ausgebildet, um Menschen, die Gewalt erlebt haben, zu helfen und sie zu beraten. „Vom Tag des Kennenlernens an betreuen und begleiten wir Gewaltopfer auf ihrem Weg der Verarbeitung”, erläutert Eschbach die Tätigkeit der Mitarbeiter/-innen des Weißen Rings. „Wir arbeiten mit Ämtern, Verbänden und Institutionen zusammen und gehen zusammen mit den Betroffenen zur Polizei, zum Gericht, zum Anwalt oder zum Therapeuten.” Eschbach ist sehr froh über die Kooperation mit den Krankenhäusern der ctw: „Wenn der Weiße Ring in den Krankenhäusern präsent ist, finden die Opfer uns schnell”, betont die Außenstellenleiterin der Organisation. Eine solche Zusammenarbeit ist zudem nicht selbstverständlich: Die Außenstelle Düren-Jülich gibt es seit 1978, doch bisher ist nie eine Kooperation in dieser Form zustande gekommen. „Es ist immer gut, wenn etwas Gutes in Gang gebracht wird und es ist gut, wenn Gewaltopfer nach einer Straftat wissen, an wen sie sich wenden können. Wir helfen schnell und unbürokratisch”, so Eschbach weiter. Und einen Wunsch äußert sie noch: „Besonders freuen wir uns, wenn der Sozialdienst oder die Stationsschwestern den Patienten, die stationär aufgenommen wurden, anbieten, zum Weißen Ring zu gehen. Dann können wir direkt helfen.” Ihre Arbeit wird leider immer wichtiger: Die Zahl der Straftaten erhöht sich, außerdem steigt die Anzahl von Betroffenen häuslicher Gewalt, sexuellen Missbrauchs oder Vergewaltigung, weiß Eschbach. Deshalb möchte sie sich gerne, wenn die körperlichen Wunden behandelt wurden, der seelischen Wunden annehmen.
Der Weiße Ring ist nach über dreißigjähriger Tätigkeit führend bei der Hilfe für Kriminalitätsopfern. Er finanziert sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge, die Berater sind ehrenamtlich tätig, nachdem sie für diese spezielle Aufgabe geschult wurden. „Frau Eschbach hat hier offene Türen eingerannt”, sagt Szük zum Abschluss: „Wenn Menschen sich ehrenamtlich einsetzen, dann unterstützen wir das. Und wenn Menschen Hilfe brauchen, wollen wir, dass sie sie auch bekommen.”

Weitere Text- und Bildinformationen: Caritas Trägergesellschaft West gGmbH, Düren


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