Pressemitteilung


09.12.2011


Unfallchirurgien erhalten Zertifikat als Mitglieder des Trauma-Netzwerks Euregio-Aachen

PRESSEMELDUNG
für das St. Augustinus Krankenhaus und das St. Marien-Hospital
9. Dezember 2011

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Foto v.l.n.r. (© UK Aachen): Dr. med. Mannfred Hausmann-Albers (St. Augustinus Krankenhaus Düren) und Dr. med. Hans Heuser (St. Marien-Hospital Düren)

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Unfallchirurgien des St. Augustinus Krankenhauses und des St. Marien-Hospitals erhalten Zertifikat als Mitglieder des Trauma-Netzwerks Euregio-Aachen
Kooperation, um Schwerverletzte schnell optimal zu versorgen – Zertifizierung sichert Qualität

Die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Augustinus Krankenhaus in Düren-Lendersdorf und die Abteilung für Unfallchirurgie im St. Marien-Hospital in Düren-Birkesdorf erhielten zusammen mit allen 13 weiteren Mitgliedern im Trauma-Netzwerk Euregio-Aachen während einer Feierstunde ihre Zertifikate, nachdem jede einzelne Klinik sich dem Zertifizierungsprozess unterzogen hatte. Ziel des Netzwerks ist es, Unfallbetroffene schnellstmöglich in das für ihre Verletzung passende Krankenhaus zu bringen.
Welches das ist, hängt von der Art der Verletzung ab, aber auch davon, wie sich die Aufnahmekapazitäten eines Hauses zum Zeitpunkt der Anfrage gestalten. Die Kliniken im Trauma-Netzwerk Euregio-Aachen informieren die Rettungsleitstellen nun mehrmals am Tag über ihre Auslastung. Vor allem bei Unfällen mit mehreren Verletzten spart dies Zeit und je schneller ein Unfallbetroffener behandelt wird, desto besser. Generell sollen die Patienten ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden. Ist dies nicht möglich, da ein Krankenhaus überfüllt ist oder keine Spezialabteilung für eine bestimmte Verletzung hat, wird der Verletzte regional oder überregional untergebracht. Dafür steht das Trauma-Netzwerk Euregio-Aachen. Die Zertifizierung dient der Qualitätssicherung und wird alle drei Jahre überprüft. Sie umfasst nicht nur die medizinische Leistung, sondern auch die Dokumentation und die Übermittlung der Daten ins Deutsche Traumaregister, um das Qualitätsmanagement ständig zu verbessern. Die Ärzte der Mitgliedskliniken treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch.
Die Unfallchirurgie des St. Marien-Hospitals und die Unfallchirurgie des St. Augustinus Krankenhauses, beide nun Mitglieder des zertifizierten Trauma-Netzwerkes Euregio-Aachen, sind bereits zertifizierte lokale Traumanetzwerke und berechtigt, Schwerverletzte zu behandeln. Am St. Augustinus Krankenhaus ist ein Notarztstandort vertreten, und Chirurgen der Abteilung für Unfallchirurgie im St. Marien-Hospital nehmen an den Rettungs- und Notarzteinsätzen im Nordkreis teil.
Dr. med. Hans Heuser ist Leitender Arzt der Unfallchirurgie im St. Marien-Hospital. Er ist D-Arzt, Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie und zertifizierter Arzt für Fußchirurgie. Dr. med. Manfred Hausmann-Albers ist Chefarzt der Unfallchirurgie innerhalb der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Augustinus Krankenhaus und Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, D-Arzt, und verfügt über die Zusatzbezeichnung Spezielle Unfallchirurgie, Sportmedizin, zudem ist er Arzt im Rettungsdienst.
Im Falle eines Rettungsdiensteinsatzes kündigt der behandelnde Notarzt einen Schwerverletzten in den Krankenhäusern bereits vom Unfallort über ein eigenes sogenanntes Traumahandy an. Der Unfallchirurg kann dann umgehend alle notwendigen Schritte einleiten, und bevor der Schwerverletzte eintrifft, stehen bereits alle erforderlichen Kräfte und Materialien bereit: Unfallchirurgen, Narkoseärzte, Röntgenärzte, OP-Team, Blutkonserven u.ä. Dieses standardisierte Vorgehen ermöglicht es unmittelbar nach Eintreffen den Patienten optimal zu versorgen und keine wertvolle Zeit zu verlieren.

Die Abteilung des St. Augustinus Krankenhauses ist von den Berufsgenossenschaften zum sogenannten Schwerverletztenverfahren (schwere Arbeitsunfälle) zugelassen. Dies berechtigt Arbeitsunfälle aller Schweregrade zu behandeln und insbesondere auch Komplikationen im Verlauf des Heilverfahren zu versorgen. Auch die Abteilung für Unfallchirurgie im St. Marien-Hospital ist von den Berufsgenossenschaften zur Behandlung Schwerstverletzter im stationären Bereich zugelassen. Der chirurgisch-unfallchirurgische Ambulanzbereich im St. Marien-Hospital verfügt über fünf Behandlungsräume, einen traumatologischen Erstbehandlungsraum für Schwerstverletzte sowie eine kleinen angeschlossenen Notfall-OP. Für chirurgisch-unfallchirurgische Operationen steht ein moderner Operationstrakt mit 4 Operationssälen zur Verfügung. Die Unfallchirurgie im St. Augustinus Krankenhaus versorgt alle Arten von Verletzungen. Im Schockraum werden schwerverletzte Patienten in enger Zusammenarbeit mit der Chirurgie und Anästhesie zunächst stabilisiert, dann erfolgen die weitere Diagnostik, etwa in der modernen Röntgenabteilung mit Computertomographie und Kernspintomographie, sowie die Therapie.
Für beide Abteilungen bestand als lokales Traumazentrum bereits eine enge Kooperation mit den Unikliniken Aachen als Mitglied im Traumanetzwerk Regio-Aachen, etwa im Bereich der Schädel-Hirn-Verletzungen. Durch die Teilnahme am jetzt zertifizierten Traumanetzwerk Regio Aachen erfolgt eine weitere enge Kooperation mit der Uniklink Aachen und den anderen am Netzwerk beteiligten Kliniken.

Weitere Text- und Bildinformationen: Caritas Trägergesellschaft West gGmbH, Düren


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