Pressemitteilung


11.05.2012


Rezertifizierung des Stationären Hospizes am St. Augustinus Krankenhaus erfolgreich bestanden

PRESSEMELDUNG
für das stationäre Hospiz am St. Augustinus Krankenhaus Düren
11. Mai 2012

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit/K. Erdem
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Foto (© K. Erdem): Das Team des stationären Hospizes am St. Augustinus Krankenhaus

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Rezertifizierung des Stationären Hospizes am St. Augustinus Krankenhaus erfolgreich bestanden
Ergebnis geprägt durch die Menschen, die darin leben und arbeiten

Das Stationäre Hospiz am St. Augustinus Krankenhaus in Düren hat die Rezertifizierung nach QKA (Qualitätskatalog für katholische Einrichtungen der stationären Altenhilfe) mit einem sehr guten Ergebnis und „in besonderer Weise” positiv abgeschlossen. Das Visitationsteam traf ein hoch motiviertes und engagiertes Team an, das es geschafft hat, neben der anspruchsvollen Tätigkeit in der Betreuung der Gäste das Qualitätsmanagement-System (QM-System) aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln. Für die Rezertifizierung, drei Jahre nach der erfolgreichen Erstzertifizierung, überprüften die Visitatoren erneut die Qualitätsmerkmale Gästeorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Informationswesen, Führung und Leitung, Qualitätsmanagement, Seelsorge, Gesellschaft und Trägerverantwortung. Während der zweitägigen Fremdbewertung wurde das Hospiz auf „Herz und Nieren” geprüft, sowohl in Dialogen als auch in Begehungen.
Die Angebote und Leistungen des Stationären Hospizes orientieren sich an den Bedürfnissen und biografischen Hintergründen, insbesondere an dem gewohnten Tagesablauf, der Hospizgäste. Der Umgang des Trägers, der Leitungskräfte und der Mitarbeiter/-innen ist von wechselseitiger Achtung und Anerkennung der Kompetenzen geprägt, z. B. erhalten die Mitarbeiter die ihrem Aufgabenbereich entsprechende notwendige Vorbereitung und Qualifizierung, und individuelle Kompetenzen werden dabei mit einbezogen. Dies beinhaltet systematische und kontinuierliche Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung. Im Bereich „Sicherheit”, zu dem zum Beispiel der Arbeitsschutz, der Brandschutz und die Hygiene zählen, erkannten die Auditoren ein systematisches und vorausschauendes Handeln. Im Bereich „Führung und Leitung” wurden für die Hospizgäste und die Mitarbeiter/-innen die Führungsprinzipien wie Achtung, Mitwirkung und Wertschätzung deutlich erkennbar dargestellt. Zielsetzungen, Konzepte, Planungen und Umsetzung der Führungsgrundsätze wurden entsprechend gelobt. Im Bereich „Qualitätsmanagement” würdigten die Visitatoren in ihrer Bewertung die zielgerichtete und koordinierte Weiterentwicklung. Festgelegte Ziele wurden erreicht und geprüft. Die Auditoren stellten fest, dass die Maßnahmen der Weiterentwicklung systematisch stattfinden. In der Kategorie „Seelsorge” wurde besonders bewertet, dass bei den alltäglichen Sorgen und existenziellen Nöten die Seelsorger den Hospizgästen und deren Angehörigen stets Hilfe und Unterstützung anbieten und dass die Gäste in der Ausübung religiöser Riten, je nach individueller Religionszugehörigkeit, unterstützt und begleitet werden. Die Mitarbeiter des Hospizes konnten bei den Befragungen deutlich machen, dass auch die Angehörigenarbeit einen zentralen Stellenwert in der hospizlichen Sterbebegleitung hat. Die Einbindung in das Gemeinwesen, z. B. durch Ausbildung und Einsatz von ehrenamtlichen Mitarbeitern, wurde von den Visitatoren sehr lobend bewertet. In der Kategorie „Trägerverantwortung” wurde unter anderem geprüft, in welcher Weise das christliche Menschenbild seinen Ausdruck im Hospiz findet. Es konnte dargelegt werden, dass der Träger durch qualifizierte und verlässliche Vorgaben die Rahmenbedingungen schafft, welche die kirchliche Einrichtung zur Erfüllung ihrer Aufgaben als stationäres Hospiz benötigt.
Neben dem überdurchschnittlichen Ergebnis der Zertifizierung wurde eines im gesamten Verlauf deutlich: Der Geist des stationären Hospizes am St. Augustinus Krankenhaus ist geprägt durch die Menschen, die in ihm leben und arbeiten.
„Wir freuen uns sehr über das überdurchschnittliche Ergebnis, denn auch die von formalen Aspekten gelenkte Rezertifizierung unterstreicht das besondere persönliche Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter”, so Gabriele Prescher, Pflegeleiterin im Hospiz. „Das stationäre Hospiz ist eine besondere Einrichtung, in dem die Qualität der verbleibenden Lebenszeit der Gäste im Vordergrund steht. Daneben das stationäre Hospiz als katholische Einrichtung weiterzuentwickeln ist gelungen, auch wenn dies ein fortdauernder Prozess ist”, freut sich auch Assessor jur. Gbor Szük, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft, über die sehr gute Rezertifizierung.
Der Rezertifizierungsprozess hat innerhalb des gesamten Mitarbeiterteams dauerhaft eine äußerst positive Wirkung erzielt. Es entstand eine selbstverständliche Bereitschaft, sich weiterhin mit der Systematik eines QM-Systems auseinanderzusetzen, das heißt Prozesse zu beschreiben, fortzuführen, zu optimieren und transparent zu machen. Vor allem die Ausführungen der Mitarbeiter, wie sehr sie die Arbeit mit dem Anforderungskatalog in ihrer Tätigkeit noch einmal gefördert hat, konnte das Visitatorenteam sehr gut nachvollziehen.
Der Qualitätskatalog für katholische Einrichtungen der stationären Altenhilfe (QKA) wurde mit dem Ziel entwickelt, einen wertebezogenen Ansatz zur Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen in Altenhilfeeinrichtungen anzubieten, der gleichzeitig die Einrichtung darin unterstützt, die gesetzlichen Anforderungen zur Einführung und Weiterentwicklung eines internen Qualitätsmanagementsystems umzusetzen. Die Arbeit mit dem QKA bringt darüber hinaus jenen Trägern einen besonderen Vorteil, die neben Einrichtungen der stationären Altenpflege auch Träger weiterer Einrichtungsarten (etwa Krankenhäuser) sind, die ebenfalls mit proCum Cert arbeiten und für die durch die Verwendung gleichartiger Qualitätsmanagementstrukturen Vernetzungen gefördert und Synergien nutzbar werden.

Im Februar 2009 hatte die erste erfolgreiche Zertifizierung stattgefunden, womit das stationäre Hospiz am St. Augustinus Krankenhaus Düren das erste QKA-zertifizierte stationäre Hospiz in Deutschland ist. Das Zertifikat hatte eine Gültigkeitsdauer von 3 Jahren. Mit dem Ziel, das stationäre Hospiz als katholische Einrichtung weiterzuentwickeln, erteilte die Geschäftsführung der Caritas Trägergesellschaft West den Auftrag zur Rezertifizierung nach QKA. Dies sollte nicht nur im Sinne einer zielgerichteten, kontinuierlichen und nachweisbaren Analyse, Reflexion und Weiterentwicklung der Einrichtungsprozesse sein, vielmehr war es ein besonderes Anliegen, dieses Instrument zur Sicherung und Stärkung des christlichen Profils zu nutzen.

Informationen zum stationären Hospiz am St. Augustinus Krankenhaus
Im St. Augustinus Krankenhaus werden seit 1995 Menschen in ihrer letzten Lebensphase betreut. Dies erfolgte zunächst mit drei Betten als integrierter Bestandteil einer neurologischen Station. Im Rahmen einer umfangreichen Baumaßnahme wurde im Januar 2005 in dem neu errichteten Südflügel des Krankenhauses ein Stationäres Hospiz eröffnet. In dieser neuen Einrichtung ist es Sterbenskranken erlaubt, in wohnlicher Atmosphäre und umgeben von Angehörigen und Freunden, selbstbestimmt in Würde und Geborgenheit bis zuletzt zu leben. Die geleistete Arbeit basiert auf einer lebensbejahenden Grundidee, sie betrachtet Sterben als Teil des Lebens. Die Einrichtung ist ein Betriebsteil der St. Augustinus Krankenhaus gGmbH und stellt somit keine eigene Rechtsform dar. Funktionell, d. h. sowohl im Sinne der Finanzierung als auch hinsichtlich der Aufbaustruktur, ist das Hospiz eigenständig. Das Hospiz unterliegt dem Anwendungsbereich des Wohn- und Teilhabegesetzes. Die Versorgung wird von einem interdisziplinären Team sichergestellt. Dieses Team setzt sich aus folgenden Fachkräften zusammen:
• dem Hausarzt, der originär die ärztliche Betreuung übernimmt
• einem Schmerztherapeuten, der bei Bedarf zur Verfügung steht
• Gesundheits- und Krankenpflegerinnen sowie Altenpflegerinnen, überwiegend mit einer Pall-Care Zusatzqualifikation
• einer Sozialarbeiterin
• einer Sekretärin
• bei Bedarf wird auch das Team durch einen Seelsorger und eine Psychologin unterstützt
• ehrenamtlichen Mitarbeitern

Weitere Informationen: Caritas Trägergesellschaft West gGmbH, Düren


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