Pressemitteilung


03.12.2012


Dürener Rehabilitationszentrum am St. Augustinus Krankenhaus erhält Wii-Konsole mit Balanc

PRESSEMELDUNG
für das St. Augustinus Krankenhaus
3. Dezember 2012

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit/K. Erdem
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de


Foto (© K. Erdem) v.l.n.r.: Walter Schrödl, Dr. med. Heinz Kloten, Dr. med. Matthias Imdahl, Frank Gundel und Urte Ploch

(4.660 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Dürener Rehabilitationszentrum am St. Augustinus Krankenhaus erhält Wii-Konsole mit Balance Board für ambulante neurologische Rehabilitation
ZNS - Hannelore Kohl Stiftung spendet das Gerät zur Unterstützung der Reha bei Patienten mit traumatischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Patienten im Dürener Rehabilitationszentrum (DRZ) am St. Augustinus Krankenhaus, die sich einer neurologischen Rehabilitationsmaßnahme unterziehen, können nun zusätzlich mittels Übungen an der Spielekonsole Wii der Firma Nintendo behandelt werden. Die ZNS Hannelore Kohl Stiftung spendete ein Gerät zu therapeutischen Zwecken. Frank Gundel, Marketingleiter der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung überreichte die Konsole samt Balance Board an Dr. med. Matthias Imdahl, Ärztlicher Direktor im St. Augustinus Krankenhaus, Dr. med, Heinz Kloten, Leitender Arzt der neurologischen Rehabilitation im DRZ, Urte Ploch, Ergotherapeutin im DRZ und Walter Schrödl, die sich herzlich bedankten und über das elektronische Gerät freuten.
„Bei der neurologischen Rehabilitation geht es darum, dass krankheitsbedingt verlorene Kompetenzen zurück erlangt werden.”, erklärt Dr. Kloten. Erkrankungen oder Verwundungen mit Hirn- oder Rückenmarksverletzungen wirken sich auch auf den Gang, die Körperhaltung, das Gleichgewicht und die Koordination aus, etwa nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma, Entzündungen des Nervensystems, einem Hirntumor, Bandscheiben- oder Rückenmarkoperationen, bei der Parkinson-Erkrankung oder Multipler Sklerose. Nach der Akutbehandlung dieser Erkrankungen hilft die neurologische Rehabilitation dabei, den Patienten wieder zu größtmöglicher Gesundheit und Lebensqualität zu verhelfen. Neuropsychologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden des DRZ wenden dafür umfangreiche Therapieformen an. Die verschiedenen Sport- und Fitnessanwendungen, die für die Wii zur Verfügung stehen, können Patienten mit Erkrankungen am Nervensystem zusätzlich helfen, die dadurch verursachten Einschränkungen zu mildern oder zu überwinden. „Das Balance Board, auf dem der Patient steht, ist kabellos mit der Konsole verbunden. Auf diese Weise wird zum Beispiel elektronisch ermittelt und angezeigt, ob bei einer Übung der Körperschwerpunkt gut ausbalanciert ist”, erklärt Urte Ploch.
„Diese Konsolen kommen in der Rehabilitation vermehrt zum Einsatz”, so Frank Gundel. Die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung hatte insgesamt fünf Geräte selber als Spende erhalten, die sie nun weitergab und von der das DRZ ein Gerät erhielt.
„Die zusätzliche Förderung unserer Patienten mit diesem Gerät zielt darauf ab, die Koordination zu verbessern, außerdem die Kontrolle der Körperhaltung und die Ausdauerleistungen”, so Dr. Kloten. Die Konsole samt Monitor soll in der neurologischen Reha des DRZ mobil zum Einsatz kommen und steht damit jedem Mitarbeiter der neurologischen Reha für seine Patienten zur Verfügung. Die Mitarbeiter beaufsichtigen und betreuen die Patienten auch bei dieser neuen Anwendung und wählen die entsprechenden Übungen individuell aus. Vor allem junge Patienten erhalten mit dieser Form der Behandlung einen zusätzlichen Anreiz für die unter Umständen mühsame und langwierige Rehabilitation. Für ältere Menschen kann ein Nebeneffekt sein, dass sie Zugang zu dieser Technik erhalten.

Das DRZ bietet neben der ambulanten neurologischen Rehabilitation auch die ambulante orthopädische Reha an. Davon profitieren Patienten mit Schädigungen am Stütz- und Bewegungsapparat, allgemeinen Wirbelsäulenerkrankungen sowie nach Wirbelsäulen-, Hüft- und Knieoperationen und allen OPs, in denen künstliche Gelenke eingesetzt werden, außerdem Patienten nach unfallchirurgischen Eingriffen oder Sportverletzungen. Im DRZ befinden sich zudem Praxen für Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie.

Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems mit Sitz in Bonn wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. Die Stiftung unterhält einen Beratungs- und Informationsdienst für Schädelhirnverletzte und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Neurologischen Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bis heute konnten rund 29 Mio. Euro aus Spendenmitteln für über 630 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Jedes Jahr erleiden rund 270.000 Menschen ein Schädelhirntrauma, knapp die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre. Dank der medizinischen Fortschritte kann vielen von ihnen geholfen werden.

Weitere Text- und Bildinformationen: Caritas Trägergesellschaft West gGmbH, Düren


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