Pressemitteilung


29.11.2013


Martina Thiebes koordiniert Gewebespenden in den Einrichtungen der Caritas Trägergesellschaft West

PRESSEMELDUNG
für die Einrichtungen der Caritas Trägergesellschaft West Düren
29. November 2013

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit/K. Erdem
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Fotos (© K. Erdem) v.l.: Martina Thiebes (Koordinatorin der DGFG) und Renardo Schiffer (Kfm. Direktor St. Augustinus Krankenhaus Düren)

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Martina Thiebes koordiniert Gewebespenden in den Einrichtungen der Caritas Trägergesellschaft West
Büro der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation im St. Augustinus Krankenhaus Düren eröffnet – in zwei Monaten konnte bereits acht Patienten mit Augenhornhaut geholfen werden

Die Einrichtungen der Caritas Trägergesellschaft West (ctw) kooperieren mit der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation mbH (DGFG). Martina Thiebes von der DGFG koordiniert die Gewebespenden, indem sie in engem Kontakt mit den Ärzten und Angehörigen steht. Sie klärt, ob eine Gewebespende in Frage kommt und ob die Einwilligung des Verstorbenen oder der Angehörigen vorliegt. Sie organisiert, begleitet und realisiert den Gewebespendeprozess. Martina Thiebes hat ein Büro im St. Augustinus Krankenhaus in Düren-Lendersdorf, von wo aus sie zudem ins St. Marien-Hospital in Düren-Birkesdorf, ins St. Elisabeth-Krankenhaus in Jülich, ins St. Josef-Krankenhaus in Linnich, ins St. Antonius-Krankenhaus in Schleiden und ins St. Joseph-Krankenhaus in Prüm fährt und Kontakt zu den Transplantationsbeauftragten hält.

Renardo Schiffer, kfm. Direktor im St. Augustinus Krankenhaus Düren: „Als Gesundheitseinrichtung sehen wir es als Verpflichtung an, uns in diesem Thema aktiv zu engagieren. Wir sind sehr erfreut darüber, dass sich jetzt ein Büro der DGFG an unserem Krankenhaus befindet“. Aufgrund der nun bestehenden Kooperation mit den Einrichtungen der Caritas Trägergesellschaft West (ctw) konnte bereits acht Patienten mit Augenhornhauttransplantaten geholfen werden. „Ich bekomme Rückmeldungen darüber, ob die Transplantate verwendet werden, sodass ich erfahre, dass geholfen werden konnte“, so Martina Thiebes.

Zu den möglichen Gewebespenden gehören Augenhornhäute, Herzklappen, Blutgefäße, Knochen, Bindegewebe, Sehnen und Haut. Sie können gewebeabhängig bis zu 36 Stunden nach dem Tod eines Patienten entnommen werden, Augenhornhaut, bis zu 72 Stunden nach dem Versterben. Es gibt keine Altersbegrenzung für Gewebespenden und ein Großteil der im Krankenhaus Verstorbenen kann Gewebe spenden (etwa 80 Prozent). In sogenannten Gewebebanken wird das Zellgewebe anschließend aufbereitet, so dass es transplantiert werden kann. Untersuchungen gewährleisten, dass keine Erreger oder Erkrankungen übertragen werden.
War ein verstorbener Patient bzw. seine Angehörigen mit der Gewebespende einverstanden und es stellt sich später heraus, dass das Gewebe für eine Transplantation ungeeignet ist, gelangt es, vorbehaltlich der Einwilligung des Verstorbenen oder der Angehörigen, in die Forschung.

Die DGFG ist nach eigenen Angaben eine gemeinnützige Gesellschaft, die seit mehr als zehn Jahren das Ziel verfolgt, Patienten mit einem geeigneten Gewebetransplantat zu versorgen. Sie koordiniert bundesweit in einem stetig wachsenden Netzwerk den gesamten Ablauf der Gewebespende, angefangen von der Information der Öffentlichkeit und der medizinischen Einrichtungen, über Gespräche mit Angehörigen bis hin zu den Modalitäten der Entnahme und der anschließenden Gewebeaufbereitung. Sie stellt ein Netzwerk zahlreicher deutscher Kliniken, Gewebebanken und anderer medizinischer Einrichtungen dar. Durch optimale Kommunikation mit allen Beteiligten soll die Akzeptanz der Gewebespende gesichert und weiter erhöht werden. Die DGFG schließt eine kommerzielle Zusammenarbeit mit Dritten aus, um die Gemeinnützigkeit der Gewebespende zu erhalten. Gesellschafter sind seit August 2007 die Medizinische Hochschule Hannover, das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und das Universitätsklinikum Leipzig. Bundesweit arbeiten bislang 16 Gewebebanken mit der DGFG zusammen.

Für nähere Informationen steht die DGFG unter der Rufnummer 0511 56355930 oder Martina Thiebes unter 02421 599-382 gerne zur Verfügung.

Weitere Text- und Bildinformationen: Caritas Trägergesellschaft West gGmbH, Düren


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