Pressemitteilung


17.12.2013


Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Augustinus Krankenhaus Düren Mitglied ...

PRESSEMELDUNG
für das St. Augustinus Krankenhaus Düren
17. Dezember 2013

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit/K. Erdem
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Foto (© K. Erdem): Dr. med. Jörn Hillekamp (ltd. Chefarzt, 2.v.l.) und Mitarbeiter bei der Visite in der Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Augustinus Krankenhaus Düren

(4.512 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Augustinus Krankenhaus Düren Mitglied des Endoprothesenregisters Deutschland
Qualität und Transparenz verbessern sowie Anzahl von vorzeitigen Wechseloperationen senken – Abteilung hat niedrige Infektionsraten und nimmt außerdem an Infektionsprophylaxe-System teil

Die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Augustinus Krankenhaus unter Leitung von Dr. med. Jörn Hillekamp, ist Mitglied im Endoprothesenregister Deutschland (EPRD). Das gemeinsame Projekt von Ärzten, Kliniken, Krankenkassen und Industrie hat das Ziel, die Qualität in der Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken zu verbessern und die Zahl von vorzeitigen Wechseloperationen zu senken.
„Verschiedene Studien zu diesem Thema belegen sehr gute Ergebenisse von Gelenk-OPs: 90 bis 95 Prozent der Patienten sind zufrieden“, erläutert der leitende Chefarzt Dr. Hillekamp. „Prothesen halten meist 15 bis 20 Jahre, aber es gibt Fälle, bei denen sie früher ausgetauscht werden müssen“, so der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Dies kann am Implantat liegen oder an der medizinischen Behandlung. Um die Gründe für solche vermeidbaren Austauschoperationen zu ermitteln und transparent zu machen und dann deren Anzahl senken zu können, ist das EPRD gegründet worden.
Eine zentrale Stelle, die am BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit (BQS-Institut) eingerichtet ist, erhält – pseudonymisiert – Implantatdaten der teilnehmenden Kliniken sowie Abrechnungsdaten der Versicherer. Dort liegen außerdem Informationen aus einer Produktdatenbank der Implantathersteller vor. Alle in Deutschland einsetzbaren Knie- und Hüftendoprothesen sind darin erfasst. Diese Daten können verbunden und ausgewertet werden. Das teilnehmende Krankenhaus liest den Barcode der Implantate aus und gibt, ohne dass der einzelne Patient identifizierbar ist, Informationen zu diesem, etwa zu vorangegangenen Operationen oder den Gründen für einen Wechsel der Endoprothese, an.
Die Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland ist freiwillig. Die beteiligten Krankenhäuser erhalten jedes Jahr als Rückmeldung einen Vergleich mit den anderen Mitgliedskliniken, wie lange die sogenannte Standzeit „ihres“ Gelenkersatzes ist, d.h. wie viel Zeit zwischen der ersten Implantation eines künstlichen Knie- oder Hüftgelenks und einer Wechseloperation vergeht.
Das EPRD ist eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass eine solche Datenbank Patienten vorzeitige Wechseloperationen ersparen und Kosten senken kann, wie das EPRD angibt.
Insgesamt werden in Deutschland jährlich knapp 400.000 künstliche Gelenke implantiert, am häufigsten künstliche Hüft- und Kniegelenke. Diese Operationen sind mittlerweile etablierte OPs. Ob ein Gelenkersatz in Frage kommt, und welche Prothese eingesetzt wird, entscheidet der Facharzt nach Untersuchung und Diagnostik individuell.

Um die Sicherheit der Patienten im operativen Bereich auch in Bezug auf mögliche Infektionen zu erhöhen, nimmt die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Augustinus Krankenhaus freiwillig am sogenannten Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (K.I.S.S.) des nationalen Referenzzentrums für Surveillance von nosokomialen Infektionen, berufen vom Robert-Koch-Institut, teil. Über dieses System lässt die Abteilung freiwillig ihre Infektionsraten im Vergleich mit verschiedenen anderen Kliniken deutschlandweit überprüfen.
Als weitere Prophylaxe-Maßnahmen erfolgt beim Patienten selber bereits im Präoperativen Zentrum ein umfangreiches Screening auf pathologische Erreger. Außerdem nimmt das St. Augustinus Krankenhaus am MRSA-Screening Programm euPrevent teil, bei dem länderübergreifend mit Holland und Belgien in der Region Aachen ein solches Screening stattfindet.
All diese Maßnahmen führen zu einer sehr niedrigen Infektionsrate nach Endoprothesen-Operationen im St. Augustinus Krankenhaus.

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Lendersdorfer Krankenhaus kümmert sich, als eine der großen orthopädisch/unfallchirurgischen Abteilungen in Nordrhein-Westfalen, um alle Belange des Bewegungsapparates, wobei Schwerpunkte der Abteilung in der Implantation von Endoprothesen der Hüft- und Kniegelenke liegen. Ziel der modernen Endoprothetik ist es, wenn alle konservativen Mittel ausgenutzt sind, Schmerzfreiheit zu erlangen, das Fortschreiten von Arthrose zu verlangsamen und Beweglichkeit wieder herzustellen.

Weitere Informationen:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH, Düren


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