Pressemitteilung


21.11.2014


1 Jahr Manchester Triage in der Notaufnahme des St. Augustinus Krankenhauses Düren: Ersteinschätzung und systematische Einstufung der Patienten

PRESSEMELDUNG
für das St. Augustinus Krankenhaus Düren
21. November 2014

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit/K. Erdem
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Fotos (© K. Erdem) v.l.: Dr. med. Brigitte Lange (Ärztliche Leitung der Notfallambulanz) und Oliver Hessler (Pflegerische Leitung der Notfallambulanz)

(3.841 Zeichen inkl. Leerzeichen)

1 Jahr Manchester Triage in der Notaufnahme des
St. Augustinus Krankenhauses Düren: Ersteinschätzung und systematische Einstufung der Patienten
Dringlichkeitsprüfung von geschulten Mitarbeitern - Schweregrad der Erkrankung oder Verletzung der Patienten bestimmt die Reihenfolge der Behandlung

Die Manchester Triage ist ein Europa weites und einheitlich strukturiertes Verfahren zur Einstufung der Patienten nach dem Schwergrad ihrer Verletzungen oder Erkrankung, um zuverlässig die Dringlichkeit der Behandlung zu bestimmen und diese einzuleiten. Generell gilt, dass lebensgefährlich und schwer verletzte oder erkrankte Patienten vor allen anderen Patienten und unmittelbar behandelt werden. Aus diesem Grund wird im St. Augustinus Krankenhaus Düren jeder neu eintreffende Patient sofort nach der Anmeldung mittels Machester Triage einer entsprechenden Dringlichkeitsstufe zugeordnet.
„Unser erfahrenes Personal ist speziell geschult, um die wichtige Ersteinschätzung eines Notfallpatienten vorzunehmen. Dafür werden keine Diagnosen benötigt. Die Kategorisierung erfolgt anhand der vorliegenden Symptomatik und der ermittelten Vitalparameter “, erklärt Dr. med. Brigitte Lange, Ärztliche Leiterin der Notfallambulanz. „Die Reihenfolge der Behandlung richtet sich also in der Notaufnahme nicht nach dem Eintreffen der Patienten, sondern nach der Schwere ihrer Erkrankung oder Verletzung“, ergänzt die Fachärztin für Allgemeinmedizin mit Fachkunde Rettungsdienst.
Jeder Notfallpatient wird einer von fünf farbcodierten Stufen zugeordnet, welche die Behandlungspriorität bestimmt:
Rot steht für unmittelbare Lebensgefahr, der Patient braucht sofort ärztliche Hilfe. Orange bedeutet sehr dringend. Der Patient ist sehr schwer erkrankt oder verletzt. Ohne umgehende Behandlung drohen Lebensgefahr oder bleibende Schäden.
Gelb besagt dringend, der Patient ist schwer erkrankt oder verletzt, aber es besteht keine Lebensgefahr. Grün und blau stehen für Erkrankungen und Verletzungen welche nicht sofort und unmittelbar anderen vorgezogen werden müssen.
„Durch das Triage-System erhöht sich die Sicherheit unserer Patienten. Dieses System ist international anerkannt und wird ständig evaluiert. Wir sind bisher die einzige Klinik in der Region, die eine solche strukturierte Triage der Patienten durchführt“. erläutert Oliver Hessler, Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegerischer Leiter in der Notfallambulanz des St. Augustinus Krankenhauses.
Mehrere regionale und überregionale Kliniken haben bereits Mitarbeiter aus ihren Notaufnahmen ins St. Augustinus Krankenhaus entsandt, um sich vor Ort im laufenden Betrieb zu informieren.
Auch Krankenkassen, wie z.B. die AOK Rheinland, zeigten großes Interesse und haben sich bereits vor Ort über Zweck und Umsetzung der Manchester Triage informiert.

Die Zahl der Patienten in den Notaufnahmen der Krankenhäuser nimmt stetig zu. Im St. Augustinus Krankenhaus in Düren hat sich z.B. die Fallzahl in den nicht operativen Fachgebieten Innere Medizin und Neurologie um nahezu 40 % innerhalb der letzten drei Jahre erhöht. Dabei ist Notfall nicht gleich Notfall: In der Notaufnahme werden Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen eingeliefert, bei denen schnellstmöglich gehandelt werden muss. Andererseits werden die Notaufnahmen auch zunehmend von Patienten mit nicht dringlichen Erkrankungen aufgesucht, die sich aus den verschiedensten Gründen vorstellen, z.B. weil die Wartezeit auf einen Termin beim niedergelassenen Facharzt mehrere Wochen beträgt oder der Hausarzt in Urlaub ist. Dabei ist der Patientenandrang nicht immer gleichmäßig verteilt, es kommt zu Stoßzeiten, in denen viele Patienten in kürzester Zeit eintreffen. Gerade dann ist es wichtig, schnellstmöglich bedrohlich erkrankte oder verletzte Patienten, die durch eine längere Wartezeit zu Schaden kommen könnten, von weniger schweren Krankheitsbildern zu unterscheiden.


Weitere Informationen: Caritas Trägergesellschaft West gGmbH, Düren


Pressematerial downloaden: