Pressemitteilung


24.09.2015


Vortragsabend mit Prof. Dr. Andreas Heller im Stationären Hospiz am St. Augustinus Krankenhaus: was brauchen Menschen am Lebensende?

PRESSEMELDUNG
für das stationäres Hospiz am St. Augustinus Krankenhaus Düren
24. September 2015

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit/K. Erdem
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Foto (© Horst Mertens) v.l.: Prof. Dr. Andreas Heller, Dr. med. Matthias Imdahl (Ärztlicher Direktor), Gabi Prescher (Ltg. Stationäres Hospiz), Dr. med. Herbert Wilmsen (Chefarzt der Neurologie) und Renardo Schiffer (kfm. Direktor St. Augustinus Krankenhaus Düren)

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Vortragsabend mit Prof. Dr. Andreas Heller im Stationären Hospiz am St. Augustinus Krankenhaus: was brauchen Menschen am Lebensende?
Wie wollen wir leben und sterben? – Neue Solidaritäten in Schwäche, Kranksein, Altwerden – Liebe, Freundschaft, Sorge

Univ. Prof. Dr. Andreas Heller M.A., Inhaber des Lehrstuhls für Palliative Care und Organisationsethik an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung Wien der Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Wien, Graz, referierte im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums des stationären Hospizes am St. Augustinus Krankenhaus zum Thema: Was brauchen Menschen am Lebensende - und was brauchen wir? Zahlreiche interessierte Zuhörer folgten der Einladung zum Vortrag des renommierten und international anerkannten Redners.
Heller ging zunächst darauf ein, dass sich das Verhältnis zum Tod in den Jahrhunderten verändert hat. Der plötzliche Tod, den sich heute viele Menschen wünschen, war früher gefürchtet, da für das Leben nach dem Tod eine Vorbereitung notwendig war. Heute wünschen sich viele Menschen einen schnellen Tod, nach einem nicht zu kurzen Leben. Heller erklärte, dass einerseits alle Möglichkeiten, die die Medizin bietet, ausgeschöpft werden, andererseits daran auch Zweifel wachsen. „Die pure Aufrechterhaltung der Körperfunktionen durch die medizinische Technik ist ohne menschliche Zuwendung, ohne Gesten der Nähe und Barmherzigkeit, schwer zu ertragen.“
Heute kann sich das Sterben hinziehen oder der Tod wird hinausgeschoben. Doch die Fragen, wie wir leben, wie wir sterben wollen, überfordern meist. „Es braucht neue Solidaritäten“, antwortet Prof. Heller. Als fundamental soziale Wesen – und das erkennen die Menschen, wenn sie schwach oder krank sind oder alt werden – braucht man Menschen, „die uns zu verstehen suchen, die sich sorgen um uns, die für uns eintreten, wenn wir nicht mehr auftreten können“. Liebe und Freundschaft sind die Schlüsselworte. Damit Menschen um uns sind, wenn wir uns selbst für unzumutbar halten.

Weitere Informationen: Caritas Trägergesellschaft West Düren
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