Pressemitteilung


19.07.2016


Jubiläum: Ein Jahrzehnt ambulante neurologische Reha im Dürener Rehabilitationszentrum am St. Augustinus Krankenhaus

PRESSEMELDUNG
für das Dürener Rehabilitationszentrum am St. Augustinus Krankenhaus Düren
19. Juli 2016

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit/K. Erdem
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Foto (©K. Erdem) v.l.: Dr. med. Heinz Kloten (ärztlicher Leiter neurologische Reha), Neuropsychologin Katja Burmeister, Hermann Notthoff (Leiter DRZ), Irene Wornowski, Dunja Warmer und Renardo Schiffer (kfm. Direktor St. Augustinus Krankenhaus)

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Jubiläum: Ein Jahrzehnt ambulante neurologische Reha im Dürener Rehabilitationszentrum am St. Augustinus Krankenhaus
Bedarf schon früh erkannt - durchgängiges Konzept für neurologisch Erkrankte von der stationären Aufnahme im Akutkrankenhaus bis zur ambulanten Rehabilitation in Düren – Untersuchung der Fahreignung - Ergänzung zur orthopädischen ambulanten Reha

Seit zehn Jahren kann die Bevölkerung von Düren und Umgebung bei Bedarf eine neurologische ambulante Rehabilitation im Dürener Rehabilitationszentrum (DRZ) am St. Augustinus Krankenhaus in Anspruch nehmen.
Pro Jahr werden ca. 200 neurologische Patienten behandelt. Sie bleiben im Regelfall drei bis vier Wochen, wobei in Einzelfällen eine Rehabilitation auch schon einmal zwei bis drei Monate dauern kann. Neben der anfänglichen Zulassung der gesetzlichen Krankenkassen besteht diese heute zudem für die Rentenversicherung Rheinland, die Rentenversicherung Bund und sämtliche Berufsgenossenschaften. Damit können Patienten aller Kostenträger (auch Privatversicherte) im Dürener Rehazentrum behandelt werden. Die Neuropsychologin kann darüber hinaus die Fahreignung untersuchen, da nach einer neurologischen Erkrankung, zum Beispiel einem Schlaganfall, keine Einschränkungen zurückgeblieben sein dürfen, um wieder ein Kraftfahrzeug führen zu dürfen.
Die Anfänge liegen in den 1990er Jahren, als der ehemalige Chefarzt der Abteilung für Neurologie im Lendersdorfer Krankenhaus, Dr. med. Herbert Wilmsen, festgestellt hatte, dass ein Bedarf für wohnortnahe Rehabilitation bestand. Gleichzeitig wurde in kleinem Rahmen eine neurologische Frührehabilitation für Schädel-Hirn Verletzte, aber auch Schlaganfallpatienten in der Neurologischen Abteilung begonnen.
Der Gedanke, auch eine neurologische ambulante Rehabilitation zu eröffnen, lag nahe, weil eine orthopädische ambulante Rehabilitation bereits installiert war. Der heutige ärztliche Leiter der ambulanten neurologischen Reha im DRZ, Dr. med. Heinz Kloten, erwarb deshalb bereits frühzeitig die Zusatzbezeichnung Rehabilitationswesen bei der Ärztekammer. Dies ist eine Grundvoraussetzung für die Kostenträger, um als leitender Arzt eine solche Abteilung zu führen.
In Einzelfällen wurden damals im ersten Reha-Zentrum bereits neurologische Patienten behandelt. Nachdem dieses 2006 in den Südflügel I des Lendersdorfer Krankenhauses umzog, konnte es richtig losgehen. Als Mitarbeiter der ersten Stunde sind noch die Neuropsychologin Katja Burmeister, die Ergotherapeutin Urte Ploch und die Krankenschwester Irene Wornowski tätig.

Liegen die Rehabilitationsfähigkeit mit ausreichend geistigem, psychischem und körperlichem Potenzial, Mobilität innerhalb der Einrichtung, ausreichend pflegerische Versorgung im häuslichen Umfeld sowie Motivation, Kooperationsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft vor, werden Patienten mit Fähigkeitsstörungen und Partizipationsstörungen nach sämtlichen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems rehabilitiert. Dazu gehören Schlaganfall, Hirnblutung, Schädel-/Hirnverletzung, Zustand nach Gehirn- und Rückenmarks-Operation, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson u. a. degenerative neurologische Erkrankungen, Nervenerkrankungen wie Polyneuropathien und Radikolopathien sowie Muskelerkrankungen.

Ziel war, ist und bleibt, neurologisch erkrankten Menschen ein selbstbestimmtes Leben und die Teilnahme am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.
So kann in Düren ein durchgängiges Konzept für neurologisch Erkrankte von der stationären Aufnahme im Akutkrankenhaus bis zur ambulanten Rehabilitation Rechnung getragen werden.
Nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen wird der neurologisch Erkrankte von einem interdisziplinären Team entsprechend einem ganzheitlichen Ansatz der Behandlung durch den Rehabilitationsprozess geführt. Die Besonderheit der ambulanten, wohnortnahen Rehabilitation verbessert auch hier die Möglichkeiten einer häuslichen und beruflichen Wiedereingliederung vor Ort. Dies entspricht einem patientenorientierten Therapiekonzept.
Die ambulante neurologische Rehabilitation kann eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme ersetzen oder verkürzen. Im Anschluss an eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme kann sie erfolgen, um Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und Pflegebedürftigkeit zu vermindern. Sie kann auch eine
Intervallbehandlungsmaßnahme darstellen mit rehabilitativer Zielsetzung z. B. nach Schädel-/Hirn-Trauma oder bei neurodegenerativen Erkrankungen.

Weitere Informationen: Caritas Trägergesellschaft West Düren
Sämtliche Pressefotos dieser Meldung stehen dem Empfänger honorarfrei zur Veröffentlichung im Zusammenhang mit den von der ctw veröffentlichten Themen zur Verfügung.


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