Pressemitteilung


11.12.2013


Dr. med. Christoph Rick, leitender Arzt der Geriatrie im St. Joseph-Krankenhaus Prüm, erhält ...

Pressemitteilung: Dr. med. Christoph Rick, leitender Arzt der Geriatrie im St. Joseph-Krankenhaus Prüm, erhält ..., Caritas Trägergemeinschaft West gGmbH

PRESSEMELDUNG
für das St. Joseph-Krankenhaus Prüm
11. Dezember 2013

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit/K. Erdem
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172-8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Foto: Das Team der Geriatrie im St. Joseph-Krankenhaus Prüm mit dem leitenden Arzt der Abteilung, Dr. med. Christoph Rick (5.v.l.)

(5.639 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Dr. med. Christoph Rick, leitender Arzt der Geriatrie im St. Joseph-Krankenhaus Prüm, erhält Weiterbildungsermächtigung
Zusatzweiterbildung für Fachärzte - Altersheilkunde mit immer höherem Stellenwert

Dr. med. Christoph Rick, leitender Arzt der Geriatrie im St. Joseph-Krankenhaus Prüm, verfügt jetzt über die Weiterbildungsermächtigung Geriatrie. Ärzte mit einer Facharztanerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung, wie zum Beispiel Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Chirurgie, können die Zusatzweiterbildung Geriatrie absolvieren. „Ich freue mich, dass wir als Weiterbildungsstätte anerkannt sind und ich die Weiterbildungsbefugnis für die Zusatzbezeichnung Geriatrie erhalten habe“, erklärt Dr. Rick. „Die Altersheilkunde wird einen immer größeren Stellenwert einnehmen, um flächendeckend auf die speziellen Bedürfnisse von älteren und alten, meist multimorbiden Menschen eingehen zu können“, so der Internist und Geriater.
Für junge Ärzte, die sich auf diesem Gebiet weiterbilden möchten, besteht die Möglichkeit nun im Prümer Krankenhaus. Dr. Rick hatte seine geriatrische Zusatzweiterbildung 2010 erfolgreich absolviert und seitdem den Schwerpunkt Geriatrie im Prümer Krankenhaus betreut und die komplexe geriatrische Frührehabilitation etabliert.
Im Prümer Krankenhaus führt Dr. Rick bei den betagten Patienten, die wegen einer akuten Erkrankung oder Verletzung ins St. Joseph-Krankenhaus kommen, parallel zu deren Behandlung die komplexe geriatrische Frührehabilitation durch. Sie soll funktionelle Defizite nach akuten Erkrankungen und Verletzungen verbessern und der damit verbundenen Einbuße von Lebensqualität und selbstständiger Versorgungsmöglichkeit entgegenwirken. Dazu entwickelt das Team der Geriatrie ein individuelles Rehabilitationsprogramm.

Geriatrie bedeutet Altersheilkunde oder die Lehre von den Krankheiten des alten Menschen, deren Diagnostik, Behandlung, Rehabilitation und Vorbeugung. Bei alten Menschen liegt oft die so genannte Multimorbidität vor: Im Alter leiden Patienten häufig an typischen, oft und meist gleichzeitig (Multimorbidität) auftretenden Gesundheitsstörungen. Die Bevölkerung in Deutschland wird, auch dank der guten Gesundheitsversorgung, immer älter, so dass immer mehr alte Menschen mit mehreren Grunderkrankungen oder eingeschränkten Funktionen (etwa wenn der Patient Hilfe beim Essen, Baden, bei der Toilettenbenutzung oder beim Ankleiden braucht) behandelt werden.
Der Arzt mit Zusatzbezeichnung Geriatrie kümmert sich neben Diagnostik und Therapie inklusive der kompletten körperlichen Untersuchung um die Gesamtaufsicht und Koordination der Tätigkeiten von Krankengymnasten, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten sowie der Pflegekräfte. Bei der Untersuchung des Patienten erfasst der Geriater die Lage des Patienten inklusive der Bereiche medizinische Problemfelder, Mobilität, Emotion, kognitives Leistungsvermögen und sozioökonomische Verhältnisse. Der daraufhin erstellte Behandlungsplan wird regelmäßig überprüft und angepasst. Geschultes Pflegepersonal übernimmt die alltägliche Versorgung des Patienten nach dem generellen Prinzip der aktivierenden Pflege und unter höchstmöglicher Beteiligung des Patienten. Die physiotherapeutische Behandlung beinhaltet Übungen zur Verbesserung von Ausdauer, Belastbarkeit und allgemeiner Muskelkraft und dient somit in erster Linie der Erhaltung von Mobilität und damit auch Autonomie des Patienten. Schwerpunkt der Ergotherapie ist die Einübung alltäglicher Verrichtungen wie An- und Auskleiden, Nahrungsaufnahme, Trinken, alltägliche Bewegungsabläufe sowie auch Hirnleistungstraining.

Hintergrund:
Die geriatrietypische Multimorbidität des älteren, meist über 70 Jahre alten Menschen, beinhaltet Immobilität, Sturzneigung und Schwindel, kognitive Defizite, dazu gehört zum Beispiel die Demenz, Inkontinenz, Dekubitusgeschwüre, Fehl- und Mangelernährung, Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, Depression, Angststörung, chronische Schmerzen, Sensibilitätsstörungen, Gebrechlichkeit, Seh- oder Hörbehinderung, Medikationsprobleme, hohes Komplikationsrisiko. Es liegt zugleich ein relativ hohes Risiko der Einschränkung der Selbstständigkeit im Alltag bis hin zur Pflegebedürftigkeit vor. Anhand festgelegter Kriterien ermitteln die Fachärzte, ob eine Abhängigkeit des Patienten auf fremde Hilfe bei Alltagsfunktionen vorliegt: bei Essen und Trinken, Baden und Duschen, Körperpflege, An- und Auskleiden, Stuhlkontrolle, Urinkontrolle, Toilettenbenutzung, Bett- und Stuhltransfer, Mobilität, Treppensteigen.
Eine Frührehabilitation kann bereits durchgeführt werden, wenn noch keine Rehabilitation möglich ist, also eine durchgehend aktive Teilnahme an der Behandlung noch nicht möglich ist. Auch wenn die Vitalparameter nicht durchgehend stabil sind, kann die Frührehabilitation gestartet werden, sowie wenn bestehende Begleiterkrankungen, Schädigungen und Komplikationen vorliegen, die entweder für sich genommen oder aufgrund ihrer wechselseitigen Beeinflussung (Komplexität) einer akutmedizinischen, kurativen oder palliativen Behandlung bedürfen. Kreislaufinstabilität oder allgemein herabgesetzte Belastbarkeit erlauben keine mehrmals tägliche, aktive Teilnahme an rehabilitativen Maßnahmen, also beginnt die Frührehabilitation, ebenso bei Bestehen mindestens einer Krankheitsfolge oder Komplikation (z. B. Desorientiertheit, Weglauftendenz, hochgradiger Seh-/Hörverlust, eine die Rehabilitation behindernde schwere Wunde oder Wundkomplikation, eine höhergradige Stuhlinkontinenz, eine höhergradige psychische Störung wie schwere Depression, Verwirrtheitszustand, oder akute Wahnsymptomatik).

Weitere Informationen:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH, Düren


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