Pressemitteilung


25.06.2018


Jubiläum: Seit fünf Jahren unterstützt der Bunte Kreis am St. Marien-Hospital Düren Familien mit kranken Kindern

PRESSEMELDUNG
für das St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf
25. Juni 2018

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit
Holzstraße 1
52349 Düren

Telefon: 02421 55599-152, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 55599-110, E-Mail: kerdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Foto (© C. Capell): Kinderkrankenschwester Miriam Feldmann (re.) im Kontakt mit einer Mutter und ihrer kleinen Tochter

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Jubiläum: Seit fünf Jahren unterstützt der Bunte Kreis am St. Marien-Hospital Düren Familien mit kranken Kindern
Circa 50 Familien jährlich nehmen Hilfe in Anspruch

Wenn ein Kind viel zu früh auf die Welt kommt, chronisch erkrankt oder von Behinderung betroffen ist, sind Familien vor besondere Herausforderungen gestellt: Häufige stationäre Aufenthalte, Behandlungen und Therapien, aber insbesondere auch die damit verbundenen Sorgen und Ängste haben große Auswirkungen auf die ganze Familie und sind hochbelastend. Immer stellen sich Eltern die Frage: „Wie können wir es schaffen, den Alltag zu Hause trotz der unerwarteten Lebensumstände zu meistern?“ und „Was bedeuten die neuen Umstände für die Zukunft unserer Familie?“

An diesem Punkt setzt die sozialmedizinische Nachsorge durch den Bunten Kreis an. Deutschlandweit gibt es fast 90 Bunte Kreise, die mit interdisziplinären Teams den Übergang von der stationären Behandlung ins häusliche Umfeld begleiten. Sozialmedizinische Nachsorge ist eine Leistung der Krankenkassen, welche einen vorangegangenen stationären Aufenthalt eines schwer erkrankten oder zu früh geborenen Kindes voraussetzt.

Im St. Marien-Hospital in Düren gibt es seit 5 Jahren diese Möglichkeit für betroffene Familien. Circa 50 Familien nehmen die Unterstützung jährlich in Anspruch. Um die Familie individuell begleiten zu können, finden in der Regel bereits in der Klinik erste Kontakte zum Team des Bunten Kreises statt. „Zuhause haben die Eltern erstmalig die alleinige Verantwortung für ihr Kind, welches zuvor meist über viele Wochen intensivmedizinisch versorgt worden ist. Diese Phase ist oft von Unsicherheiten und Ängsten geprägt“, erklärt Catrin Capell, Diplom-Sozialpädagogin und Leitung des Bunten Kreises. Es ist ein großer Vorteil, dass dem Bunten Kreis die Geschichte der Familie schon aus dem stationären Aufenthalt bekannt ist und Informationslücken so vermieden werden können.

Wie die zuständige Kinderkrankenschwester Miriam Feldmann erläutert, leistet der Bunte Kreis im Anschluss an den stationären Aufenthalt Hausbesuche, koordiniert die medizinische Versorgung mit den niedergelassenen Kinderärzten und betreuenden Ambulanzen, begleitet bei Bedarf zu Arztbesuchen, unterstützt beim Verständnis der Erkrankung, leitet die Eltern in der Nutzung der notwendigen medizinischen Geräte an und stellt Kontakte zu weiteren möglichen Helfern her. Dabei ist neben aller Organisation auch immer wieder Zeit, um die Eltern im Gespräch emotional zu stärken und damit die Grundlage für die optimale Entwicklung des Kindes zu bilden. „Viele Eltern erleben den Bunten Kreis als Rettungsanker in einer für sie sehr belastenden Zeit und sind sehr dankbar für die Unterstützung“, berichtet Miriam Feldmann. „Fast allen ist es ein Anliegen, über das Erlebte zu sprechen. Auch hierfür ist Raum in der Nachsorge.“

„Fünf Jahre Bunter Kreis haben gezeigt, dass ein derart gestärktes Familiensystem maßgeblich zu einem guten Behandlungsverlauf beiträgt und medizinische Erfolge sicherstellen kann“, so Dr. Stefan Grothe, verantwortlicher Chefarzt des Sozialpädiatrischen Zentrums. „Wir sind stolz darauf, so ein wichtiges Angebot am St. Marien-Hospital bereitzuhalten.“

Weitere Informationen: Caritas Trägergesellschaft West Düren
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