Pressemitteilung


08.01.2020


Sport und Krebs – spezielle Kursangebote im Gesundheitszentrum am St. Marien-Hospital Düren

Pressemitteilung: Sport und Krebs – spezielle Kursangebote im Gesundheitszentrum am St. Marien-Hospital Düren, Caritas Trägergemeinschaft West gGmbH

PRESSEMELDUNG
für das St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf
8. Januar 2020

Von:
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Öffentlichkeitsarbeit
Renkerstraße 45
52355 Düren

Telefon: 02421 599-545, Mobil: 0172 8711292, Telefax: 02421 599-559, E-Mail: kaya.erdem@ct-west.de, Internet: www.ct-west.de

Foto (© K. Erdem) v.l.: Dipl.-Sportlehrer Rolf Merten (Leiter des Gesundheitszentrum am St. Marien-Hospital), Dr. med. Anna Rüland (Oberärztin der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Sektionsleiterin im Brustzentrum), Doris Kobecke (Psychoonkologin PSO, Dipl.-Sozialarbeiterin), Martina Eichstaedt (Ärztliche Leiterin der onkologischen MVZ-Praxis Birkesdorf) und Dr. med. Axel Sauerwald (Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe)

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Sport und Krebs – spezielle Kursangebote im Gesundheitszentrum am St. Marien-Hospital Düren
Empfohlen vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln – Yoga und Autogenes Training, Muskelentspannung und Walking, Nordic-Walking sowie Wassergymnastik bei Krebserkrankungen – Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gesundheitszentrum, Brustzentrum und onkologischer Schwerpunktpraxis

Das Gesundheitszentrum am St. Marien-Hospital bietet als kommende Angebote spezielle Kurse für onkologische Patienten an. Die gezielte Förderung von Körper und Geist stehen dabei im Vordergrund. Das Angebot an Bewegungs- und Entspannungsübungen ist vielseitig.

„Bewegungs- und Entspannungstraining haben nicht nur eine positive Auswirkung auf die Verträglichkeit der onkologischen Therapien, sondern auch nachweislich einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf“, erklärt Dr. med. Anna Rüland, Oberärztin der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im St. Marien-Hospital und Sektionsleiterin Brustzentrum St. Marien-Hospital, die bei den Kursen auch als beratende Ärztin zur Verfügung steht.
„Wir beobachten, dass das positive Erleben der gemeinsamen Bewegung in der Gruppe auch für die Psyche der Patienten wichtig ist“, so Martina Eichstaedt, Ärztliche Leiterin der onkologischen MVZ-Praxis am Birkesdorfer Krankenhaus. „Die Deutsche Sporthochschule Köln empfiehlt explizit Sport in der Krebsnachsorge“, ergänzt Diplom-Sportlehrer Rolf Merten, Leiter des Gesundheitszentrums am St. Marien-Hospital.
Die Kurse finden im Gesundheitszentrum am St. Marien-Hospital statt, bzw. dort ist der Treffpunkt. Weitere Informationen gibt es unter www.dn-gz.de oder www.marien-hospital-dueren.de, unter Tel.: 02421 805-459 oder persönlich im Büro des Gesundheitszentrums am St. Marien-Hospital (Hospitalstr. 44, 52353 Düren). Eine Anmeldung kann ebenfalls über alle drei Kontakte erfolgen.

Die Kursangebote im Einzelnen:

Yoga findet samstags von 13:30 bis 15:00 Uhr statt. Vierteljährlich gibt es jeweils 8 Termine á 90 Minuten. Ein Kurs kostet 70 Euro.
Eine sanfte Yogapraxis und begleitende Meditationen können dabei helfen, sich und seinen Körper wieder positiv und als Einheit wahrzunehmen. Die Betroffenen fühlen sich oft schwach und der Krankheit ausgeliefert. Yoga kann dem Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht entgegenwirken und den Betroffenen ein Stück Selbstbestimmung zurückgeben. Auch nach einer erfolgreich überstandenen Behandlung kann Yoga unterstützend eingesetzt werden, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Auswirkungen der Operation wie schmerzendes Narbengewebe oder allgemeine Bewegungseinschränkung können durch gezielte Asanas verbessert werden. Spezielle Atemübungen, Pranayama genannt, können den Patienten dabei helfen, nach einer überstandenen Erkrankung wieder Kraft und Zuversicht zu tanken und die Angst vor einem Rückfall in Gelassenheit umzuwandeln.

Autogenes Training und Muskelentspannung nach Jacobsen findet donnerstags von 18:45 bis 20:00 Uhr statt. Vierteljährlich gibt es jeweils 8 Termine á 75 Minuten. Die Kursleitung übernimmt Doris Kobecke (Diplom-Sozialarbeiterin und Psychoonkologin im St. Marien-Hospital). Ein Kurs kostet 120 Euro, wobei ein Krankenkassenzuschuss von 75 bis 100 Prozent möglich ist.
Über eine körperliche Entspannung hinaus soll beim autogenen Training ein Zustand innerer Ruhe, Gelassenheit und wohliger Wärme erreicht werden. Das Autogene Training nutzt die Fähigkeit des Menschen, sich Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen so plastisch vorzustellen, dass sie darauf körperlich reagieren. Fachleute sprechen auch von "Autosuggestion", einer Art "Selbsthypnose", bei der man die äußeren Reize ausblendet und sich selbst in einen Zustand der Ruhe versetzt. Die Selbstsuggestion erfolgt in kurzen Sätzen wie z.B. „Der rechte Arm ist ganz schwer“. Unter fachlicher Anleitung werden solche Sätze zur Wahrnehmung und Entspannung verschiedener Körperbereiche und Körperfunktionen erlernt. Alle Übungen werden durch Ruhevorstellungen begleitet. Nach einiger Übung stellt sich das vegetative Nervensystem um und schaltet von Spannung auf Entspannung. Manche Krebspatienten machen die Erfahrung, dass sie mit Hilfe des Trainings die Nebenwirkungen der Chemotherapie besser vertragen, weniger Schmerzen haben und Ängste gelindert werden.
Mittels Muskelentspannung nach Jacobson wird Entspannung durch Anspannung der Muskulatur herbeigeführt. Diese Entspannungsmethode erleichtert in vielen Fällen den Zugang zur konzentrativen Entspannung (Autogenes Training) und wird deshalb im Rahmen dieses Angebotes ebenfalls eingeübt. Entspannungsverfahren haben ein sehr breites Einsatzgebiet und werden insbesondere während chemotherapeutischer Behandlungen angewendet, um deren möglichen Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Angst, anhaltende Erschöpfungszustände, Störungen des Konzentrationsvermögens und Beeinträchtigung des Gedächtnisses zu vermindern. "Entspannungstechniken sind Verfahren zur Stärkung der eigenen Energien, der eigenen Kraft, der eigenen Ressourcen und haben daher eine sehr breite Anwendung und können bei entsprechender Übung erfolgreich eingesetzt werden", erklärt Doris Kobecke (Dipl.-Sozialarbeiterin und Psychoonkologin).

Sport in der Krebsnachsorge – auch im warmen Wasser
findet dienstags von 09:15 bis 10:00 Uhr statt, ein Einstieg ist jederzeit möglich. Fachübungsleiter/-innen für Rehasport leiten den Kurs, der zuzahlungsfrei ist, wenn eine gültige Rehasportverordnung vorliegt. Eine freiwillige Zuzahlung ist ebenfalls möglich. Gleichgesinnte gelangen gemeinsam in dieser Gruppe durch Bewegung zu Freude und Wohlbefinden. Ein wichtiges Element ist ein moderates Bewegungstraining (Gehen, Walking), das nicht nur die Herz-Kreislaufleistung verbessert, sondern sich auch positiv auf das Immunsystem auswirkt. Eine Gymnastik verbessert funktionelle Einschränkungen (z. B. zur Linderung der typischen Beschwerden im Schulter-Arm-Bereich nach einer Brustkrebsoperation). Atem- und Entspannungsübungen nehmen einen wichtigen Teil des Trainings ein und Sportspiele sorgen dafür, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. Ein ganz wesentliches Ziel dieses Angebotes ist es, ein Empfinden für den eigenen Körper zu entwickeln, seine Signale besser verstehen zu lernen.

Walking/Nordic-Walking in der Krebsnachsorge findet vierteljährlich an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen jeweils von 09:00 bis 12:00 Uhr statt. Rolf Merten (Diplom-Sportlehrer - Rehabilitation und Behindertensport) leitet den Kurs, der 100 Euro kostet. Auch hier ist ein Krankenkassenzuschuss von 75 bis 100 Prozent möglich.
Nordic-Walking ist ein gezieltes Ganzkörpertraining, das sich für jede Altersgruppe eignet. Durch einen korrekten Stockeinsatz werden die Gelenke und operierte Regionen sanft und wirksam belastet. Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich werden gelöst und die gesamte Nackenmuskulatur trainiert. Die Vermittlung einer individuellen auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Gehtechnik mit und ohne Nordic-Walking-Stöcke ist eines der wichtigsten Ziele des Kurses, um Fehlhaltungen und unphysiologische Belastungen zu vermeiden.
Während des Kurses erhalten die Teilnehmer Informationen über gesundes Ausdauertraining und die optimale individuelle Belastungsdosierung. Funktionelle Gymnastik-, spezielle Dehnübungen sowie die Erstellung eines persönlichen Trainingsprogramms sind ebenfalls Inhalt des Kurses. Nordic-Walking-Stöcke werden für alle Teilnehmer gestellt. An beiden Tagen gehen die Kursteilnehmer bei jedem Wetter nach draußen in die Rurauen Düren. Umfangreiche Kursunterlagen werden gestellt.

Weitere Informationen: Caritas Trägergesellschaft West Düren
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